G wie Gemüsekiste

Unter C wie Clever einkaufen haben wir bereits darüber berichtet, wie schwierig es ist, Obst und Gemüse, insbesondere in Bioqualität, unverpackt einzukaufen. Finde mal eine Gurke, Cherrytomaten oder Champignons, die nicht in Plastik eingeschweißt sind. Sogar im Discounter sind nur die herkömmlichen Bananen lose, die in Bio-/Fairtrade-Qualität nur in Plastik erhältlich. Wenn du Verpackungsmüll einsparen willst, so sind Gemüsekisten im Abonnement eine gute Alternative.

Unsere Gemüsekiste wird einmal wöchentlich geliefert und an einem vereinbarten Ort deponiert. Der Lieferservice macht jeweils einen Vorschlag für den Inhalt (je nachdem, was für einen Typ von Kiste man gewählt hat, z.B. Familie Größe M; Obst und Gemüse; nichts, das bläht; keine Flugware; saisonal / regional), den wir online einsehen können. Bis einen Tag vorher können wir noch Änderungen vornehmen. Wir sind mit der Qualität der Ware bisher immer sehr zufrieden gewesen und konnten schon viel Müll einsparen. Außerdem ist es immer eine Riesenfreude für die Kinder, früh morgens im Schlafanzug hinauszurennen und unsere Kiste reinzuholen. Nicht selten wird direkt ein Stück Gemüse zum Frühstück verzehrt ;-). Neben Obst und Gemüse kann man über den Lieferservice häufig auch Backwaren, Molkereiprodukte und andere Lebensmittel beziehen (Achtung, viele dieser Produkte sind wiederum leider nicht unverpackt erhältlich. Was Käse und Co. angeht, so sollten wir die Lieferanten mal dazu anregen, darüber nachdenken, ob das Tiffin Projekt nicht auch etwas für sie sein könnte.)

Auch wenn du öfters unterwegs bist, könnte ein Gemüsekisten-Abo das Richtige für dich sein. So kannst du z.B. auch kurzfristig problemlos Lieferpausen eintragen oder auch zweiwöchentlich eine Kiste beziehen.

Finde heraus, ob es in deiner Stadt einen solchen Lieferservice gibt und bestell doch mal eine Schnupperkiste.

Erkältungszeit

Hatschi! Uns läuft von Oktober bis April ständig die Nase (Leben mit kleinen Kindern eben). Das bedeutet, wir verbrauchen ziemlich viele Taschentücher. Da wir die Nase voll hatten von in Plastik und wiederum in Plastik verpackten Taschentüchern, haben wir vor einer ganzen Weile auf Tatütas umgestellt. Tatüta – Taschentüchertasche! Man kann sich so eine Tasche selber nähen, selber häkeln oder auch selber bei DaWanda (z.B. von elfrie) aussuchen. Wir haben welche gekauft, und zwar aus Wachstuch, damit die Taschentücher darin nicht so schnell feucht werden, wenn das Tatüta in den Naturkindergarten geht.

Wir kaufen also nur noch Kosmetiktücher aus Recyclingpapier in Pappkartons (gibt es in gut sortierten Drogerien ganz ohne Plastik). Die falten wir dann so zurecht, dass sie in unsere Taschentuchtäschchen passen.

Wem das nicht weit genug geht, weil immer noch Müll entsteht, der bewahrt in der Tasche seine Stofftaschentücher auf. Wir haben uns welche aus alten Mullwindeln genäht. Die sind wunderbar weich und sanft zu unseren Schnupfennasen ;-).