Beim Buchstaben F halten wir gleich drei Themen für euch bereit. Fangen wir an:
F wie Fahrrad fahren
Zweifelsohne ist das Auto wegen des Kohlendioxidausstoßes einer der größten Klimakiller überhaupt. Deshalb hier die höfliche Erinnerung bzw. der Aufruf, öfter Rad zu fahren, vor allem auf kurzen Strecken. 500m zur Schule, 700m zur Post, 1km zum Supermarkt schaffst du locker zu Fuß oder mit dem Rad. Nach 7km kommst du wach und munter auf der Arbeit an, probiere es mal aus. (So viel positive Effekte auf Körper und Geist und das kostenlos…)
Vielleicht steigert es die Motivation, an einer Grüne Meilen-Sammelaktion teilzunehmen? Für Kinder gibt es kinder-meilen.de, für Erwachsene gibt es ähnliche Aktionen wie z.B. stadtradeln.de.
Viele Leute fahren wenige hundert Meter mit dem Auto zum Einkaufen, weil sie nicht wissen, wie sie ihre schweren Einkäufe transportieren sollen. Wer will und kann schon schwere Taschen schleppen, verständlich. Wer kleine Kinder hat, ist hier im Vorteil: Oft lässt sich der Kinderwagen, Buggy oder Fahrradanhänger als Einkaufswagen benutzen. Sind die Kinder aus dem Alter heraus, muss eine andere Lösung her. Wie wäre es mit einem sogenannten Hackenporsche, also Einkaufstrolley? Es gibt mittlerweile echt schicke Modelle, auch aus recyceltem Plastik (z.B. von Rolser). Und sogar solche, die sich am Fahrrad befestigen lassen, z.B. von Easy-Trolley.
F wie Familienrat halten
Du hast dich auch auf den Weg gemacht, dein Leben umweltfreundlicher und nachhaltiger zu gestalten? Du lebst in einer Partnerschaft, hast Familie? Dann wirst du nicht umhin kommen, Familienrat zu halten und dich mit deinen Liebsten über eure Ideen und Ziele abzustimmen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es schwierig wird, wenn nicht alle darin übereinstimmen, tatsächlich etwas ändern zu wollen. Dann werden sich nämlich Dramen abspielen, wenn eine/r von euch die Einkaufstaschen auspackt und angesichts der vielen Umverpackungen Schreikrämpfe kriegt, die den anderen aber gar nicht stören. Dann werden deine Kinder dich hassen, wenn du ihnen nicht mehr die heißgeliebten Süßigkeiten kaufst, die einzeln in Plastik und dann in einer großen Plastiktüte verpackt daher kommen (siehe auch J wie Jubelschreie aus dem Kinderzimmer). Dann wird dein Partner wenig Verständnis dafür zeigen, dass er nun anstatt Rasierschaum Rasierseife benutzen soll, während du weiterhin eine Plastikflasche Shampoo pro Monat verbrauchst.
Deshalb: Familienrat halten, gemeinsam überlegen, wo ihr erste Veränderungen vornehmen wollt, mit denen alle Beteiligten leben können; Kompromisse schließen; sich gemeinsam über Erfolge freuen ;-).
F wie Fleisch- und Milchkonsum reduzieren
Was hat Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit Fleischkonsum zu tun? Auf unserem Planeten leben geschätzt eineinhalb Milliarden Rinder, die beim Wiederkäuen Methan produzieren. Als Treibhausgas ist Methan sogar noch viel wirksamer als Kohlendioxid. Zusammen mit Schafen und Ziegen produzieren die Rinder pro Jahr etwa 150 Billionen Liter Methan-Emmissionen. Pures Gift für die Atmosphäre. Hinzu kommt, dass für unseren Fleisch- und Milchkonsum Weideflächen und Futteranbauflächen zumeist auf Kosten von tropischen Wäldern geschaffen werden. Rechnet man noch die Energie, die für den Futtermittel- und Fleischtransport zum Verbraucher benötigt wird, mit hinein, so geht das auf keine Kuhhaut mehr… (Einen kurzen, allerdings schon älteren Artikel zum Thema findest du hier.)
Insofern ist die Reduktion des eigenen Fleisch- und Milchkonsums auf jeden Fall ein wichtiger Beitrag zu einem umweltfreundlicheren Dasein, und jeder noch so kleine Beitrag zählt. Schau mal genau hin, wo und wie du einen Beitrag leisten kannst ;-).